Perspektiven für Anleger
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Perspektiven für Anleger
Ausblick 2026:
Wetterfestes Portfolio für anhaltend stürmische Zeiten
- Weiterhin verhaltene Entwicklung der Weltwirtschaft
- Sinkende Zinsen in den USA und gedämpfte Inflation sorgen weiter für ein gutes Umfeld für Aktien
- Sichere Staatsanleihen als Stabilisator und Renditebringer attraktiv
- US-Konsum und hohe Bewertung bei KI-Aktien sind wesentliche Risikofaktoren
- Geopolitische Entwicklung schwer einschätzbar
2025 – ein gutes Jahr?
Stellen Sie sich vor, Sie hätten das vergangene Jahr auf einer einsamen Insel verbracht, ganz ohne Zugang zu Nachrichten, keinerlei Informationen über das Geschehen in der Welt. Kurz vor Jahresende kehren Sie zurück und blicken auf die Aktienmärkte. Ein erfreulicher Anblick: Der Dax legte in 2025 rund 23 Prozent zu, der MSCI World Index und der Euro Stoxx 50 kamen jeweils auf ein Plus von knapp 20 Prozent und der US-Leitindex S&P 500 brachte es auf einen Zuwachs von 17 Prozent. Zwar lief es für Anleger aus dem Euroraum aufgrund des schwachen US-Dollars nicht ganz so gut. So kam der MSCI World in Euro nur auf ein Plus von ca. sieben Prozent. Dennoch sind es insgesamt imposanten Zuwächse, die die Vermutung nahelegen, dass 2025 ein sehr gutes Jahr mit starkem Wirtschaftswachstum und ohne größere Herausforderungen war.
Wertentwicklung von Anlagen in lokaler Währung
In der Reihenfolge der Wertentwicklung von Return Indizes der einzelnen Jahre
Wertentwicklung von Anlagen in lokaler Euro
In der Reihenfolge der Wertentwicklung von Return Indizes der einzelnen Jahre
Die Angaben dienen lediglich der Veranschaulichung von wirtschaftlichen Entwicklungen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die aktuelle und zukünftige Wertentwicklung.
Doch weit gefehlt. Auch wenn die Börsen per Saldo ein positives Bild vermitteln: Das vergangene Jahr hatte viele Überraschungen parat, gerade auch negativer Art. So erlebten wir – ausgehend von den USA – eine Welt im Umbruch hin zu mehr Protektionismus. Am deutlichsten wurde dies Anfang April, als US-Präsident Donald Trump die Märkte mit massiven Zolldrohungen gegen fast alles Länder der Erde schockte. Es folgten ein Handelsstreit mit China, der zum Exportverbot von Seltenen Erden führte, und eine in den USA hartnäckige Inflation von rund drei Prozent. Auch zeigten sich erste Risse in der bislang starken US-Konjunktur, während weltweit die Tragfähigkeit der Staatsverschuldung zunehmend zum Thema bei den Investoren wurde. Darüber hinaus hielten die geopolitischen Konflikte an, allen voran der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine.
Neue Höchststände am Aktienmarkt trotz historisch hoher Verunsicherung
Die Angaben dienen lediglich der Veranschaulichung von wirtschaftlichen Entwicklungen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die aktuelle und zukünftige Wertentwicklung.
Mäßiges Wirtschaftswachstum, aber keine Rezession
So zeichnet sich immer mehr ab, dass der Konsum in den USA zunehmend von der wohlhabenderen Schicht getragen wird. Dazu haben sich die jüngsten Umfragewerte beim Einkaufsmanagerindex ISM abgeschwächt. Vor allem aber verunsichert die Zollpolitik die Verbraucher und könnte bei Investitionsvorhaben zu mehr Zurückhaltung führen. Aus diesem Grund dürfte das Wachstum der US-Wirtschaft mit 2,2 Prozent im kommenden Jahr eher mäßig ausfallen. Das Gleiche gilt für das Wachstum in Europa, wo die Konjunktur zwar von den geplanten Ausgabenprogrammen der Europäischen Kommission sowie der Bundesregierung profitieren dürfte, die Bäume aber dennoch nicht in den Himmel wachsen.
Kein verlässlicher Anker für Anleger stellt in diesem Umfeld die Politik dar. So ist Donald Trumps Entscheidungen nach wie vor von einem sehr erratischen Verhalten geprägt. Aber auch in Europa ist fraglich, wie verlässlich die Aussagen der Politik sind. In welcher Form und wie erfolgreich zum Beispiel das geplante Konjunkturpaket der aktuellen Bundesregierung umgesetzt werden wird, ist aktuell noch offen. Aber auch die geopolitische Situation insgesamt ist derzeit mit dem anhaltenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, den Drohungen Chinas gegen Taiwan und nicht zuletzt den erweiterten Machtansprüchen der USA ein unkalkulierbares Risiko.
Dazu kommt als spezieller Unsicherheitsfaktor in 2026 die Neubesetzung des Vorsitzenden der US-Notenbank Fed. Sollte sich hier herausstellen, dass der neue Fed-Chef dem Druck aus dem Weißen Haus nicht standhält, könnte dies zu Turbulenzen bei US-Treasuries sowie beim US-Dollar führen. Bereits jetzt zeigt sich ein Verlust der Glaubwürdigkeit der USA. China, einer der größten Gläubiger der USA, hat seine Dollarreserven reduziert. Gleichzeitig bauen die Notenbanken der Welt, insbesondere jene aus den Schwellenländern, ihre Goldbestände immer weiter aus. Der US-Dollar, der im Jahr 2025 deutlich gegenüber dem Euro an Wert eingebüßt hat, könnte aufgrund des Vertrauensverlustes in die USA noch weiter unter Druck geraten. Auch bei US-Staatsanleihen ist deshalb zumindest Vorsicht angebracht.
Aufbau eines wetterfesten Portfolios
Aufgrund dieser Unsicherheitsfaktoren ist auch in 2026 mit Phasen erhöhter Volatilität am Aktienmarkt zu rechnen. Zudem sollten Investoren nicht vergessen, dass insbesondere der Technologiesektor hoch bewertet ist. Für die Tech-Giganten wird es zunehmend schwerer, die bisher hohen Raten bei den Gewinnsteigerungen aufrechtzuerhalten. Enttäuschen sie die Erwartungen, drohen Rücksetzer. Dazu kommt der US-Konsument als weiterer Risikofaktor. Der Konsum macht rund 70 Prozent des US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukts aus. Schwächen sich die Verbraucherausgaben ab, droht im schlimmsten Fall eine Rezession, was aufgrund der hohen Bewertungen zu einer deutlichen Marktkorrektur führen könnte.
Für Anleger ist es deshalb wichtiger denn je, ein wetterfestes Portfolio zu haben. Ein wichtiger Baustein sollten sichere Staatsanleihen sein, insbesondere aus dem Euroraum. Zehnjährige Bundesanleihen bieten eine Rendite oberhalb der Inflationsrate. Aufgrund der Steilheit der Zinskurve können sich zudem Kursgewinne durch den Laufzeit-Rolldown-Effekt ergeben. Dieser kann durch kürzer werdende Restlaufzeit von Anleihen erzielt werden, wenn die Zinsstrukturkurve unverändert bleibt. Da vorerst auch nicht mit Zinserhöhungen zu rechnen ist, könnte es für Staatsanleihen sehr guter Bonität ein gutes Jahr werden.
Breit gestreute Aktieninvestments
Soweit es die Aktienseite betrifft, ist das grundsätzliche Umfeld aus mäßigem Wachstum ohne Rezession, Zinssenkungen durch die Fed und einer niedrigen, zum Teil sinkenden Inflation, positiv. Allerdings kann eine einseitige Ausrichtung auf den Technologiebereich – wie oben erläutert – ein Risiko darstellen. Deshalb ist eine globale und über verschiedene Branchen hinweg diversifizierte Allokation entscheidend. So sind die Aussichten für den japanischen Aktienmarkt, der sich zuletzt sehr gut entwickelt hat, weiterhin positiv. Zudem hat Europa hinsichtlich der Bewertung Aufholpotenzial. Und schließlich könnten Value-Titel im kommenden Jahr weiter an Attraktivität gewinnen.
Die Angaben dienen lediglich der Veranschaulichung von wirtschaftlichen Entwicklungen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die aktuelle und zukünftige Wertentwicklung.
Und schließlich bietet sich Gold als Portfoliodiversifikatoren für unsichere und turbulente Phasen an. Dabei müssen Anleger allerdings bedenken, dass der Preis des Edelmetalls in 2025 schon stark gestiegen ist, weshalb heftigere Rückschläge nicht ausgeschlossen werden können. Auch wenn die Nachfrage nach Gold aufgrund des mit vielen Unsicherheiten behafteten Umfeldes weiter anhalten sollte, so erscheinen Neuinvestitionen auf dem aktuellen Niveau doch riskant.
Fazit
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